
manchen von Ihnen bin ich vielleicht schon begegnet, wenn Sie diese Zeilen lesen, manchen werde ich in den nächsten Wochen und Monaten wohl irgendwann in Kirchfeld über den Weg laufen. Damit Sie ein wenig eine Vorstellung gewinnen, wer ihnen da als neuer Pfarrer in Kirchfeld begegnet, möchte ich mich Ihnen hier kurz vorstellen.
Ich wurde in Mannheim geboren und wuchs in Karlsruhe in der Waldstadt auf. In der Schulzeit war ich im Sportverein sehr aktiv, beim Sport- und Schwimmclub leistete ich dann auch meinen Zivildienst. Danach studierte ich in Heidelberg, Basel und Tübingen Theologie. In Basel lernte ich meine Frau Monika Pfeiffer kennen, die außer Theologie auch noch Geschichte studierte. Nach dem Studium arbeite ich drei Monate lang beim Südafrikanischen Kirchenrat in Johannesburg mit. In dieser Zeit erlebte ich eindrücklich, wie Christinnen und Christen zur Zeit der Apartheid und brutaler Unterdrückung aus ihrem Glauben Kraft und Zuversicht schöpften.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit war der Unterricht mit Konfirmandinnen und Konfirmanden; teilweise hatte wir in Oberreut über 60 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die ich in mehreren Gruppen unterrichtete. Viel Spaß gemacht hat es mir, mit konfirmierten Jugendlichen eine Band zu gründen. In dieser Zeit habe ich – obwohl ansonsten hoffnungslos unmusikalisch – gelernt, ein wenig Schlagzeug zu spielen.
Da die Oberreuter Versöhnungsgemeinde sich mit der Katholischen Gemeinde St. Thomas Morus ein Gemeindezentrum teilt, war die Zusammenarbeit mit unserer katholischen Schwestergemeinde immer sehr eng. Beim gemeinsamen Glaubensseminar und vielen ökumenischen Gottesdiensten habe ich eine Menge über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unserem kirchlichen Alltag gelernt.
Im Jahr 2001 ließen wir uns als Familie vom Missionswerk der Bayrischen Landeskirche nach Papua Neuguinea im Pazifik schicken. Dort arbeitete ich 5 Jahre lang im Kirchenbezirk Asaroka im Hochland mit, vor allem in der Fortbildung von Ehrenamtlichen: Laienpredigern, Kindergottesdienstmitarbeitern und -mitarbeiterinnen, Kirchenälteste, Leiterinnen in der Frauenarbeit. Ich begleitete die Partnerschaft zwischen Asaroka und dem Dekanat Neu-Ulm in der bayrischen Landeskirche und half in der Leitung des Kirchenbezirks mit. Einen Schwerpunkt legte ich darauf, dazu beizutragen, dass möglichst viele junge Leute eine theologische Ausbildung machen können.
2006 kamen wir nach Karlsruhe zurück; meine Frau unterrichtet seither am Helmholtzgymnasium Religion und Geschichte. Ich hatte als Familienmann seither Gelegenheit, mich ein wenig ehrenamtlich in der Christlich-Islamischen Gesellschaft Karlsruhe, als Elternbeirat und als Basketballtrainer für Grundschulkinder in der Nordstadt zu engagieren. Ich habe selbst viel Sport getrieben und immer mal wieder versucht, ein paar Zaubertricks zu lernen. Da ich gerne koche, kam mir die Zeit im Haus sehr entgegen. Daneben habe ich ab und zu Kolleginnen und Kollegen in Karlsruhe vertreten. Nachdem wir nun bald drei Jahre wieder zurück in Deutschland sind, freue ich mich darauf, wieder eine Pfarrstelle zu übernehmen.