Pfarrer Fitterer-Pfeiffer

Der neue Pfarrer stellt sich vor
Liebe Kirchfelderinnen und Kirchfelder,

manchen von Ihnen bin ich viel­leicht schon begegnet, wenn Sie diese Zeilen lesen, manchen wer­de ich in den nächsten Wochen und Monaten wohl irgendwann in Kirchfeld über den Weg laufen. Damit Sie ein wenig eine Vorstel­lung gewinnen, wer ihnen da als neuer Pfarrer in Kirchfeld begeg­net, möchte ich mich Ihnen hier kurz vorstellen.

Ich wurde in Mannheim geboren und wuchs in Karlsruhe in der Waldstadt auf. In der Schulzeit war ich im Sportverein sehr aktiv, beim Sport- und Schwimmclub leistete ich dann auch meinen Zi­vildienst. Danach studierte ich  in Heidelberg, Basel und Tübingen Theologie. In Basel lernte ich meine Frau Monika Pfeiffer ken­nen, die außer Theologie auch noch Geschichte studierte. Nach dem Studium arbeite ich drei Mo­nate lang beim Südafrikanischen Kirchenrat in Johannesburg mit. In dieser Zeit erlebte ich ein­drücklich, wie Christinnen und Christen zur Zeit der Apartheid und bruta­ler Unterdrückung aus ihrem Glauben Kraft und Zuver­sicht schöpften.

Nach dem Lehrvi­kariat in Lahr ar­beitete ich eine Zeit lang als Prak­tikant bei Dienste in Übersee in Stuttgart in Kursen zur Vor- und Nachbereitung von Entwick­lungshelferinnen und Entwick­lungshelfern sowie ihren Familien mit. Nach dem Pfarr­vikariat in Mann­heim wurde ich 1990 Pfar­rer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in Karlsru­he-Oberreut. In den elf Jahren in Oberreut wurden auch unsere drei Kinder Micha, Rahel und Lukas geboren. So passte es für uns als Familie gut, in diesem jungen Stadtteil vor al­lem mit Fa­milien, Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Wir ha­ben Familien­freizeiten eingeführt und einen monatlichen „Krabbel­gottesdienst“ für Kleinkinder und ihre El­tern. Regelmäßig besuchte ich den Kindergarten und machte ein An­gebot für die Kleinen. 

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit war der Unterricht mit Kon­firmandinnen und Konfirman­den; teilweise hatte wir in Ober­reut über 60 Konfirmandinnen und Konfirman­den, die ich in mehre­ren Gruppen unterrichtete. Viel Spaß gemacht hat es mir, mit kon­firmierten Jugendlichen eine Band zu gründen. In dieser Zeit habe ich – obwohl ansonsten hoffnungslos un­musikalisch – gelernt, ein wenig Schlagzeug zu spielen.

Da die Oberreuter Versöhnungsge­meinde sich mit der Katholischen Gemeinde St. Thomas Morus ein Gemeindezentrum teilt, war die Zusammenarbeit mit unserer ka­tholischen Schwestergemeinde im­mer sehr eng. Beim gemeinsa­men Glaubensseminar und vielen öku­menischen Gottesdiensten habe ich eine Menge über Unter­schiede und Gemeinsamkeiten in unserem kirchlichen Alltag ge­lernt.

Im Jahr 2001 ließen wir uns als Familie vom Missionswerk der Bayrischen Landeskirche nach Pa­pua Neuguinea im Pazifik schi­cken. Dort arbeitete ich 5 Jahre lang im Kirchenbezirk Asaroka  im Hochland mit, vor allem in der Fortbildung von Ehrenamtlichen: Laienpredi­gern, Kindergottes­dienstmitarbeitern und -mitarbei­terinnen, Kir­chenälteste, Leiterin­nen in der Frauenarbeit. Ich be­gleitete die Partnerschaft zwischen Asaro­ka und dem Dekanat Neu-Ulm in der bayrischen Landeskir­che und half in der Leitung des Kirchenbe­zirks mit. Einen Schwerpunkt legte ich darauf, dazu beizutragen, dass möglichst viele junge Leute eine theologi­sche Ausbildung machen können.

2006 kamen wir nach Karlsruhe zurück; meine Frau unterrichtet seither am Helmholtzgymnasium Religion und Geschichte. Ich hatte als Familienmann seither Gelegen­heit, mich ein wenig ehrenamtlich in der Christlich-Islamischen Ge­sellschaft Karlsruhe, als Elternbei­rat und als Basketballtrainer für Grundschul­kinder in der Nordstadt zu enga­gieren. Ich habe selbst viel Sport getrieben und immer mal wieder versucht, ein paar Zauber­tricks zu lernen. Da ich gerne ko­che, kam mir die Zeit im Haus sehr entge­gen. Daneben habe ich ab und zu Kolleginnen und Kollegen in Karlsruhe vertreten. Nachdem wir nun bald drei Jahre wieder zu­rück in Deutschland sind, freue ich mich darauf, wieder eine Pfarrstel­le zu übernehmen. 

Ihr Albrecht Fitterer-Pfeiffer