Evangelische Kirche Neureut-Kirchfeld
50 Jahre lebendige Gemeinde

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Eine christliche Gemeinde entsteht und ...

Vorwort

Der ehemalige Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Neureut-Kirchfeld, Loy Albrecht, hat im September 1983 eine Broschüre herausgebracht, welche die Entstehung der evangelischen Kirchengemeinde Neureut-Kirchfeld darstellt.

Dieses Werk beschreibt eindrucksvoll die Geschichte unserer Siedlung. Der Autor des nachstehenden Artikels möchte sich 'nicht mit fremden Federn schmücken', sondern entnahm seine Informationen dieses Heftchens.

Fährt man nördlich Karlsruhe die Linkenheimer Landstraße entlang und biegt sodann in die Kirchfeldsiedlung ein, befindet man sich in einem jungen, wohlbebauten Ortsteil. Freundliche Häuser, im Sommer von blühenden Gärten umgeben, strahlen Ruhe und Zufriedenheit aus. Doch bis es soweit kommen konnte, war es ein langer und weiter Weg.
Durch Inflation, Arbeitslosigkeit und Rezession war der Wohnungsbau so stark zurückgegangen, daß die Wohnungsnot bald untragbare Formen angenommen hat. Man suchte allerortens Auswege aus dieser Situation. Im Frühjahr 1928 bekam die 'Schaffer-Gilde', eine Karlsruher Baugenossenschaft mit 180 Mitgliedern, die Genehmigung auf der Südwestecke dieses Geländes eine Siedlung zu erstellen.
Seit 350 Jahren war 'Kirchfeld' die Gewannbezeichnung für dieses Gebiet, das früher bis zur östlichen Dorfgrenze reichte und trotz seines guten Namens seit 1913 als Schulstube des Krieges diente, ein Exerzierplatz in der Größe von 159,3674 ha.
Der sandige, unfruchtbare Boden hielt die Baugenossenschaft nicht davon ab, hier zu siedeln. Man machte ihr zur Auflage, auch das Straßennetz zu schaffen und vor allen Dingen eine neue Zufahrt, da die vorhandene 'Die Trift' für den Viehtrieb beibehalten werden sollte.
Im selben Jahr wurde mit dem Bau von Wohnstätten in Form von eingeschossigen Flachbauten begonnen. Die Anwärter dieser 'Schaffer-Klausen', wie diese damals ungewohnt niedrigen Bauten von der Baugenossenschaft genannt wurden, leisteten vor Baubeginn etwa ein Viertel der Gesamtbaukosten als Anzahlung in Barmitteln oder durch die Mitarbeit nach besonderer Vereinbarung. Sie sollten Eigentümer werden, sobald die Summe als Anzahlungshöhe am jeweiligen Bau verbraucht worden war. Doch es kam anders.

Kaum waren zwei Häuser fertiggestellt, sieben standen im Rohbau und eins im Anfangsstadium, als die Baugenossenschaft Konkurs anmeldete. So kam es, daß viele der Beteiligten alles verloren. Erst im Jahre 1933 wurden die letzten dieser begonnenen Bauten fertiggestellt. Dieses Gebiet erhielt den Namen 'Schaffer-Gilde'.
In Eigenleistung sind in den Jahren 1934-1937 weitere 15 Siedlerhäuser, diesmal in althergebrachter Bauweise, entstanden.
Weitere 14 nach dem Reichssiedlungsgesetz geförderte Kleinsiedlungen für kinderreiche Familien wurden in den Jahren 1937-1938 erstellt. Das Gebiet, das von 1934 bis 1938 bebaut wurde, nannten die Siedler die 'Gartensiedlung Kirchfeld'. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die ganze Siedlung auf 11,3913 ha vergrößert.
Was lag näher, als in den Folgejahren des Zweiten Weltkriegs erneut auf den Exerzierplatz als Baugelände zurückzukommen. Durch die brutalen Zerstörungen und Vertreibungen dieses Krieges kam ein ungeheurer Zustrom heimatloser Menschen nach Westdeutschland. Auch Neureut, das schon immer einen freundlichen Charakter aufwies, hatte 1700 Menschen überwiegend aus Jugoslawien, Ungarn und Rumänien aufzunehmen.
Für jene aus dem Donauraum, es waren in Neureut 65 % aller Neuankömmlinge, war Südwestdeutschland ein großer Anziehungspunkt, da doch aus diesem Raum vor mehr als 200 Jahren viele Männer, Frauen und Kinder dem Ruf der Kaiserin Maria Theresis folgten und nach Ungarn auswanderten, um dort ein von 150 Jahre lang von Türken beherrschtes, zerstörtes und verwüstetes Gebiet wieder aufzubauen. Der Krieg 1939 - 1945 setzte einen Schlußstrich und man kehrte schutzsuchend ins Mutterland zurück.

Die Gemeinde Neureut, mit ihrem damaligen Bürgermeister Adolf Ehrmann, und dem Landrat Joseph Groß verhandelte bereits Anfang Februar 1949 mit der Militärregierung , den Exerzierplatz als Bauplatz umzufunktionieren. Nach langem Bemühen sprach man das Gebiet südlich des Blankenlocher Weges zu, das östlich an den Hardtwald und südlich an die bereits bestehende Siedlung angrenzte. Somit stand ein Bauland von 35,1261 ha zur Verfügung, das kurz danach die Badische Landsiedlung erwarb. Die Besatzungsmacht behielt das Gebiet nördlich des Blankenlocher Weges von 94.49 ha und für die Bundeswehr wurde die Südostecke von 18,36 ha reserviert.
Zunächst bildeten sich in aller Eile Selbsthilfe-Gruppen, jede aus 20 einheimischen und zugewanderten Interessenten bestehend, die sofort nach der Zusage der Militärregierung mit den Bauarbeiten begannen. Die Gruppe im Eichenweg tat bereits im Mai 1949 den ersten Spatenstich, die Gruppe im Fichtenweg und Tannenweg im frühen Herbst desselben Jahres. Im Spätherbst konnten bereits die ersten Baufreudigen ihre neuen Häuser beziehen.
Auch die Badische Landsiedlung folgte alsbald mit ihren verschiedenen Bauabschnitten. Sie erstellte bis zum Schluß der Gründungsbauphase in der Kirchfeldsiedlung insgesamt 297 Wohnhäuser. In Eigenleistung wurden bis zu diesem Zeitpunkt 76 Wohnhäuser erstellt.

   
         
   

Es entstand eine Geschäftsstraße mit 17 Geschäftshäusern, in denen Metzger, Bäcker, Schneider, Friseur, Post, Apotheke, Geldinstitut, Druckerei, zwei kleine Cafes, Einkaufläden und ein Schuhmacher einheimisch wurden.
Man schätzte die Zahl der damaligen Einwohner der Kirchfeldsiedlung auf 2700, wovon 1500 der evangelischen Kirchengemeinde angehörten. Nach einer Zählung vom Juni 1983 war die Einwohnerzahl Kirchfelds auf 2965 gestiegen, davon gehörten 1802 der evangelischen Kirchengemeinde an.
Für die Evangelische sowie für die Katholische Kirche lagen ansehnliche Baugrundstücke bereit. Die Evangelische Kirche erhielt jenes in der Mitte des Ortsteils zwischen Tannen- und Kiefernweg von 79,61 ar, auf dem am 13. September 1953 der Grundstein zum Bau des Gotteshauses gelegt wurde.

Lange bevor der Grundstein für das 'Lutherhaus', wie das Gemeindehaus mit Kirchsaal in Kirchfeld genannt wird, gelegt worden war, schrieb der Gemeindepfarrer der Kirche Neureut-Nord, Paul Gerhard Lassahn, während einer Kirchengemeinderatssitzung in das Protokollbuch: 'Der Bebauungsplan für die neue Siedlung wird eingesehen. Als Kirchplatz wird der in der Mitte eingezeichnete, zwischen Kiefern- und Tannenweg in Aussicht gestellt.' Was diesem ersten, unscheinbaren Vermerk am 05. Februar 1951 über die Entstehung eines evangelischen Bethauses in der Kirchfeldsiedlung folgte, waren Jahre harten und doppelten Einsatzes.
Es traten aber auch Probleme der gegenwärtigen gottesdienstlichen Versorgung der Siedlung auf, die einer schnellen Lösung bedurften, denn der Weg zur Kirche in Neureut-Nord war besonders für die älteren Gemeindemitglieder zu beschwerlich. Pfarrer Lassahn fand eine Möglichkeit, in einer kleinen stillgelegten Gastwirtschaft, der 'Siedlerklause' in der Hermann-Löns-Straße, zumindest den Sonntagsgottesdienst in der Siedlung abhalten zu können. Ende Februar 1951 fand der erste Gottesdienst in dem Provisorium statt.

Im August 1952 tauchten unerwartete Probleme auf, als die Besitzer der 'Siedlerklause' zurückkehrten, um das Lokal wieder zu eröffnen. Man war erneut gezwungen, auf die Suche zu gehen und fand die Lösung im Jugendheim der DJA (Deutsche Jugend des Ostens). Es stand seit 1950 in der damals im Werden begriffenen Geschäftsstraße, Ecke Ahornweg (heute Forlenweg) in Form einer Baracke, die die Jugend der Kirchfeldsiedlung von der in Neureut stationierten Labour-Service-Einheit als Geschenk erhalten und die sich in der Zwischenzeit zum Kulturzentrum der Kirchfeldsiedlung entwickelt hat.
Am 30. November 1951 erfolgte bei einer Sitzung des Kirchengemeinderates der einstimmige Beschluß, ein Gemeindehaus mit Kirchsaal unter Hinzufügung eines Kindergartens zu erstellen. Der Bau einer Kirche sollte nur auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden. Es war der Platz neben dem Pfarrhaus dafür vorgesehen.

In der KGR-Sitzung von Neureut-Nord am 05. Dezember 1952 sprach Pfarrer Lassahn besorgt über die Finanzierung des Gemeindehauses mit Kirchsaal (200 Plätze) und Kindergarten und es wurde beschlossen, eine monatliche Listensammlung in der Siedlung durchzuführen. Mit Sammlungen, Abtretung eines Stundenlohnes pro Woche und Bazaren und Einschränkungen versuchte man die Finanzierung in den Griff zu bekommen. Ende des Jahres 1952 beauftragte man Regierungsbaumeister Dipl. Ing. A. Gärtner, die Baupläne anzufertigen.
In der KGR-Sitzung am 12. April 1953 wurde erstmals über den Bau eines Pfarrhauses und einer Schwesternstation gesprochen. Am 03.Mai desselben Jahres wurden die Pläne sämtlicher Gebäude vom Architekten vorgelegt.
Der Kaufvertrag für das Kirchenbaugelände, das von der Badischen Landsiedlung für 3.186,40 DM erworben wurde, ist bereits am 25. März 1953 unterzeichnet worden.
Bereits am 30.August 1953 legten im Sonntagsgottesdienst in Neureut-Nord die ersten drei Kirchengemeinderäte der Kirchfeldsiedlung das Kirchenältestengelübde ab.

Vierzehn Tage später, am 13.September 1953, nachmittags um 14 Uhr, konnte nach langem Ringen aber ohne nennenswerte Hindernisse die Grundsteinlegung zum Bau des Gemeindehauses mit Kirchsaal gefeierte werden.

Grundsteinlegung

Der Grundstein war gelegt und der Bau ging schnell voran. Es war sogar möglich, den Weihnachts- und Jahresabschlußgottesdienst im Kirchsaal abzuhalten. Er befand sich damals noch im Rohbau.
Am 11.April 1954 wurde beschlossen, von der Orgelfirma E.F.Wakler in Ludwigsburg eine Orgel zum Preise von 5.720,-- DM für den Kirchsaal anzuschaffen. Sie wurde Mitte Mai eingebaut.

Für Pfarrer Lassahn, dessen Gesundheit in den letzten Jahren stark gelitten hatte, war es eine fühlbare Entlastung, als am 01. Mai 1954 Vikar Helmut Herion mit seiner Familie in das gerade bezugsfertig gewordene Pfarrhaus in Kirchfeld einzog und sämtliche kirchlichen Verpflichtungen in der Siedlung sowie die Hauptseelsorge der Labour-Service-Einheiten in Baden übernahm. Er kam gerade noch rechtzeitig, um Pfarrer Lassahn in der turbulenten Zeit der Endbauphase kräftig unterstützen zu können, denn schon vier Wochen später, am 30. Mai 1954, fand die Einweihung des Lutherhauses statt.

An jenem strahlend sonnigen Maimorgen strömten aus allen Richtungen die Menschen herbei, um an der Freudenfeier teilzunehmen. Man traf sich außerhalb des DJO-Heimes, das fast zwei Jahre lang als gottesdienstliche Stätte gedient hatte und von dem man sich in dieser Stunde verabschiedete. Pfarrer Lassahn sprach rückblickend über die Entwicklung der Kirchfeldsiedlung und das Anwachsen der evangelischen Gemeinde sowie über die Notwendigkeit, ein Gotteshaus zu errichten.

Es war ein feierlicher Augenblick, als die Gläubigen nach dem Festumzug vom DJO-Heim vor dem Lutherhaus ankamen und in das Lied 'Nun jauchzt dem Herrn alle Welt...' einstimmten.
Als danach Regierungsbaumeister A. Gärtner als Architekt und Bauleiter des Lutherhauses dem Landesbischof den Schlüssel überreichte, der ihn sodann mit einem Gotteswort feierlich in die Hände von Pfarrer Lassahn legte, trat Stille ein. Im Namen Gottes schloss Pfarrer Lassahn die Tür des Lutherhauses auf. Der Weg in ein gemeindeeigenes Bethaus war frei. Es gab keinen Stehplatz mehr, als Landesbischof Bender den Festgottesdienst begann.


Kircheneinzug


Am frühen Nachmittag fand nochmals eine Feierstunde statt, in der Pfarrer Lassahn die finanziellen Schwierigkeiten beleuchtete, mit denen er zu kämpfen hatte. Er dankte allen, die dazu beigetragen hatten, den Bau zu vollenden. Er betrachtete die Vollendung des Baues nicht als Ende, sondern als einen neuen Anfang.
 

Kirche ohne Turm


Das Lutherhaus war eingeweiht und das Pfarrhaus besetzt, aber noch hatte Kirchfeld keine Pfarrei. Sie wurde erst ein Jahr später, nach Erlass des Oberkirchenrates Karlsruhe vom 06. Juli 1955 eingerichtet. Sie erhielt den Namen 'Kirchfeldpfarrei'.

Am 01. Juli 1955 wurde Vikar Helmut Herion in sein Amt als Pfarrer in der Kirchfeldsiedlung eingeführt. Ihm oblag es nun, diese Pfarrei aufzubauen, die Entwicklung der Gemeinde zu lenken und die Einigkeit zu fördern. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, daß es eine neu zusammengefügte Gemeinde war, deren Mitglieder aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Mentalität hier zusammentrafen.

Doch schon bald war der Zusammenhalt spürbar. Mit der Gemeinschaft wuchs aber auch der Wunsch nach einer unabhängigen Pfarrei. Als am 20. November 1955 die erste offizielle KGR-Sitzung in der Kirchfeldsiedlung mit Pfarrer Herion und dem Kirchfelder Ältestenrat stattfand, wurde beschlossen, ein Gesuch dessenthalben an den Oberkirchenrat Karlsruhe zu richten, welchem ein Jahr später nach Erlass vom 18. Juli 1956 stattgegeben wurde. Die finanzielle Trennung erfolgte erst zwei Jahre später, am 10. Februar 1958. Über die genauen Grenzen zwischen Neureut-Nord und Kirchfeld sollte zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Glocken

Seit der Einweihung des Lutherhauses wurde von den Gemeindemitgliedern immer öfter die Bitte an die Ältesten herangetragen, doch die Beschaffung der Glocken in Erwägung zu ziehen. Durch Bazare und Spenden war die Finanzierung gesichert, als in einer gemeinsamen KGR-Sitzung von Neureut-Nord und Kirchfeld am 01. Oktober 1956 beschlossen wurde, die vom 'Bochumer Verein' angebotenen Glocken für 7.100,-- DM zu bestellen.
Am 04. Mai 1957 holten die Labour-Service-Einheiten mit einem geeigneten Fahrzeug die Glocken in Bochum ab.

Um 10 Uhr in Kirchfeld, Ecke Blankenlocher- und Fichtenweg angekommen, wurden Fahrzeug und Glocken mit Tannengrün, Flieder und frischen Maigrün geschmückt. Hier wurden sie um 11 Uhr von der Gemeinde in Empfang genommen und in einem Festumzug zum Lutherhaus geleitet.
 

   
   
       


Ganz Kirchfeld war auf den Beinen und säumte die Mittelstraße (heute Donauschwabenstraße) bis zum Eingang des Lutherhauses. Im Lutherhaus angekommen, wurden die Glocken mit jubelnden Posaunenklängen begrüßt und die Gemeinde stimmte in das Lied 'Großer Gott wir loben dich ...' ein.
 

Posaunenchor


Pfarrer Herion erinnerte, daß es sich am 30. Mai zum dritten Male jährte, daß das Lutherhaus seiner Bestimmung übergeben worden ist. Nun sei der äußeren Entwicklung des Ortsteils Kirchfeld durch die Anschaffung dieser Glocken ein neuer Abschnitt hinzugefügt worden. Wir sollten die Glocken als Freunde begrüßen, über deren Dienst wir uns freuen. Zwar seien sie nur tote Materie, doch würden sie uns während unseres ganzen Lebens begleiten, sowohl in frohen Stunden, als auch in Stunden des Leides. Die kleine Betglocke ermahne uns mit der Inschrift 'Ans Beten mahnt euch mein Geläut, die Stunden flieh'n macht euch bereit zur Ewigkeit'. Die mittlere Glocke bezeichnete Pfarrer Herion als 'Heimatglocke', die die Inschrift 'Unseren Toten des Krieges und der Vertreibung 1939-1945' trägt. Sie solle uns erinnern an alle Leiden des Krieges, an die verlorene Heimat und an die Gräber unserer Lieben irgendwo in der Welt. Doch solle die Glocke uns auch ermahnen, uns der ewigen Heimat zuzuwenden, ihr treu zu sein und sie nicht durch den Alltag zu vergessen. Die größte der Glocken, die 'Lutherglocke', trägt die Inschrift 'Eine feste Burg ist unser Gott'. Sie solle uns mit ihrem Geläut Trost und Geborgenheit bringen. Der Geistliche schloß mit den Worten: 'Mögen diese Glocken stets im Frieden läuten und nie zu Schreckensverkündern werden'.

Nach Beendigung der Feier transportierten einige Männer der Labour-Service-Einheiten die Glocken mit einem Kran in den Nebenraum der Kirche, wo sie bis zur Fertigstellung des Glockenturms verblieben.

Der Glockenturm

Zunächst einmal führte Schwester Else Severin in Kirchfeld eine Sammlung zum Bau des Glockenturmes durch, die Anfang September abgeschlossen wurde und 4.639,-- DM einbrachte.
 

© Evangelische Kirche Neureut-Kirchfeld
Karlsruhe 2009