"Ich bin ein Kind und ich habe Rechte"

Anlässlich des Gemeindefestes am 7. Juli 2019 unter dem Motte #freiundgleich und der dabei eröffneten Wanderausstellung "MENSCHEN.RECHTE.LEBEN" in unserer Kirche haben sich auch die Kinder unseres Kindergartens mit dem Thema Menschenrechte beschaftigt.

Ich bin ein Kind mit Augen, Händen, einer Stimme, einem Herzen und mit Rechten.

Darüber haben wir uns in den Wochen vor dem Familiengottesdienst zum Gemeindefest am 7. Juli ausgetauscht. In interessanten Gesprächsrunden fassten die Kinder ihre Gedanken zu den ausgewählten Beispielen aus der UNO-Kinderrechtskonvention zusammen. Es entstanden bunte, aussagekräftige Bilder, die wir zum Gottesdienst mitbrachten und gemeinsam mit unseren Liedern den Besuchern vorstellten.

Kinder haben Rechte, ein Kinderleben lang.
Kinder haben Rechte! Na los komm mit fang an!
Kinder haben Rechte, da bleiben wir nicht leis.
Kinder haben Rechte! Damit das jeder weiß.

Kinder dürfen lernen – ein Kinderleben lang.
Kinder dürfen spielen – ein Kinderleben lang.
Kinder dürfen lachen – ein Kinderleben lang.
Kinder haben Rechte. Na klar und Gott sei Dank!

Kinder brauchen Liebe – ein Kinderleben lang.
Kinder brauchen Frieden – ein Kinderleben lang.
Kinder brauchen Freiheit – ein Kinderleben lang.
Kinder haben Rechte. Na klar und Gott sei Dank!

Kinder dürfen stark sein – ein Kinderleben lang.
Kinder dürfen schwach sein – ein Kinderleben lang.
Kinder dürfen laut sein – ein Kinderleben lang.
Kinder dürfen Kind sein. Na klar und Gott sei Dank!

Ein Kinderleben lang. Der Sternsinger-Kinderrechte-Song. (Text: Daniela Dicker | Melodie: Reinhard Horn)

Ich habe das Recht, ernst genommen zu werden ... egal ob ich schwarz oder weiß ... groß oder klein ... arm oder reich bin.

„… es gibt Große und Kleine, ganz Kleine und Babies ….... Dicke und Dünne sind auch noch da ….. da ist ein armes Kind mit Löchern in dem Pulli - der ist ganz schmutzig, und ein reiches Kind, das glitzert ….. da gibt es welche mmit heller Haut und welche mit dunkler Haut, die sind vielleicht aus Afrika ….. die sind aus Deutschland? ….. jeder hat andere Augen …“

So unterschiedlich jedes der abgebildeten Kinder ist, haben sie doch etwas gemeinsam: Das Recht ernst genommen zu werden, egal ob ich schwarz oder weiß, groß oder klein, arm oder reich bin, ob ich hier geboren bin oder woanders.

Das heißt für Mila: „Wenn mir irgenjemand was gibt und ich mag das nicht, muss er es wieder zurück nehmen, weil ich gesagt habe, das will ich nicht. Dann muss der auf mich hören!“

 

 

Ich habe das Recht meine Meinung zu sagen.

Ich habe das Recht, mich frei auszudrücken, über alles ehrlich die Meinung zu sagen, auch wenn es Papa vielleicht nicht gefällt; zu sagen, was ich wirklich fühle, auch wenn es Mama vielleicht nicht gefällt.

Die Kinder tauschen sich über das genannte und dargestellt Recht aus:

  • Meiner Mama gefällt eigentlich immer was ich sage. Und meinem Papa auch.
  • Es ist gut, wenn ich sagen darf, was ich will. Weil wenn ich jemanden lieb, dann trau ich mich erst nicht das zu sagen. Aber dann an einem Tag trau ich mich doch.
  • Wir dürfen dann auch sagen, wenn uns etwas nicht gefällt. Aber wir müssen nicht.
  • Wenn ich etwas sage, dass einem anderen nicht gefällt, dann kann es Streit geben.
  • Wenn es mir zu viel wird, darf ich das sagen. Und weil das jeder darf, muss ich dem auch zuhören.

Ich habe das Recht auf einen Namen.

Ich habe das Recht auf einen Namen, einen Vornamen, auf eine Familie, die mir zulächelt, und ein Land, in dem ich mich zu Hause fühle.

Viele bunte Kinderhände zieren dieses Bild. Unsere Kleinsten haben es begonnen, die älteren Kinder haben gerne mitgemacht und ihre Hand und ihren Namen auf dem Bild hinterlassen. Wir sind eine große Kindergartenfamilie und versuchen gemeinsam die Rechte der Kinder lebendig werden zun lassen. Noch ist es nicht selbstverständlich für jedes Kind der Welt.

Wann wird es soweit sein,
dass jedes Kind der Welt
in seinen Rechten erst genommen wird?

Morgen?
Übermorgen?
Erst in zwanzig Jahren?

Die Kinderrechte gelten jetzt! Denn jetzt sind wir Kinder.

aus: „Ich bin ein Kind und habe Rechte“ von Alain Serres

Margit Hessert